Alle Vorteile der Selbstständigkeit

Immer wieder gibt es Diskussionen darum, ob sich die Selbstständigkeit wirklich lohnt. Manche Leute saugen sich Vorteile für die Selbstständigkeit aus den Fingern, die so nicht stimmen und mich oft verärgern. Alleine der Spruch „Du kannst arbeiten, wann du willst“. Hallo! Wenn ich Geld verdienen möchte, kann ich das nicht. Selbstständig das sagen sehr viele Leute, die nicht fest angestellt sind, bedeutet „Selbst und ständig“. Ich kann sagen, das stimmt. Ich bin jetzt im 10 Jahr, am Anfang war es gemütlich. Ich hatte Mann und Baby und habe in der Tat nur gearbeitet, wann ich wollte. Wir brauchten meinen Verdienst nicht unbedingt, daher war ich frei von Druck und es hat viel Spaß gemacht. Wenn ihr also zwei Verdiener seid und von einem Gehalt leben könnt, stimmt es schon, dass man arbeiten kann, wann man will. So aber muss ich auch arbeiten wenn ich krank bin, damit ich die ganzen Unkosten tragen kann. Auch so manches Wochenende wird mit viel Verlust gearbeitet, denn Freizeit hätte ich auch mal gerne.

Auch hasse ich den Spruch „Du hast es gut, du arbeitest zu Hause“. Ja, auf der einen Seite ist es ein Segen, wenn man selbständig ist, denn ich bin mittlerweile seit 5 Jahren alleinerziehende Mutter und wenn mein Kind krank ist, brauche ich keinen Kinderkrankenschein, sondern arbeite in der Tat von zu Hause und bin keinem Chef darüber Rechenschaft schuldig. Aber: Viele Selbstständige werden mein Aber kennen, man kann oft nicht abschalten, ob am Abend oder am Wochenende. Gerade wenn man nicht genug verdient, so dass man locker bleiben kann, macht man sich ständig Gedanken. Und es wird nun einmal nicht immer rosig laufen, es sei denn, man hat die Idee überhaupt. Als Dienstleister verdiene ich auf jeden Fall nicht immer genug, ich habe schon mal über Sponsoren nachgedacht, grins. Als freie Autorin habe ich leider zu wenig Zeit meine Werke zu bewerben, da ich ja für meine Kunden arbeite. Ich höre oft, wie toll das ist, was ich alles leiste, aber reich macht es mich leider nicht.

Die Vorteile der Selbstständigkeit findet ihr auf bloggen4you.de

Ich möchte euch nun aber mal wirklich ernsthafte Vorteile nennen, die eine Selbstständigkeit mit sich bringt:

  • ·         In den Ferien kann man wenigstens ausschlafen und hängt die verloren Zeit am Nachmittag dran
  • ·         Man kann arbeiten, wo man möchte. Sofern man mit einem Laptop arbeitet oder sein Geld mit Handarbeiten verdient. Nicht in jedem Beruf kann man in der Tat überall arbeiten. Ich selbst genieße es, auf der Terrasse arbeiten zu können, auf der Couch, im Café, auf dem Spielplatz und mehr.
  • ·         Man liebt seine Arbeit mehr als in einem festen Job. Ich muss zugeben, dass es nur selten Tage gibt, wo ich meinen Job aufgeben möchte. Ich liebe das Schreiben einfach, schon als Schüler fand ich es toll. Ich habe freiwillig Referate geschrieben und dafür immer gute Noten erhalten.
  • ·         Wer am Wochenende arbeitet, hat wenigstens die Entscheidungskraft, wann man anfängt und wann man aufhört.
  • ·         Niemand kann einem sagen, dass man Überstunden machen muss, außer man selbst. Das ist dann doch schon ein großer Unterschied.
  • ·         Wer zu Hause arbeitet, hat den enormen Vorteil, keinen Arbeitsweg auf sich nehmen zu müssen. Wir hier lachen oft, wenn ich sage, dass ich jetzt mal arbeiten gehe. Dann setze ich mich auf die Couch, auf die Terrasse oder an meinem Schreibtisch.
  • ·         Dadurch dass man nicht ständig zur Arbeit fahren muss, spart man auch Spritgeld ein.
  • ·         Perfekt ist, dass man sich nicht mit einem Chef oder mit Arbeitskollegen herumschlagen muss. Sicher, wenn man Angestellte hat, ich habe diese nicht, muss man sich manchmal über diese ärgern. Aber meist ist es ein nettes Miteinander. Ich habe zwar keine Angestellten, aber Kunden, die mittlerweile schon Bekannte für mich sind und wo ich nicht für sie arbeite, sondern wir miteinander arbeiten. Das finde ich persönlich richtig toll. Es ist schön zu sehen, wenn eine Webseite veröffentlich wird und da steht, dass ich mit zum Team gehöre.
  • ·         Man macht sich seinen Erfolg selbst. Niemand anders trägt die Schuld daran, wenn man sich nicht auf dem Markt durchsetzt. Auf der anderen Seite ist es toll, wenn man sieht, dass man sich einen Namen machen kann. Denn man leistet gute Arbeit, sonst hätte man keine neuen Kunden und auch keine Stammkunden. Ich liebe es, dass ich mittlerweile einige Stammkunden habe und freue mich über Neukunden, die mich loben.
  • ·         Man ist unverwechselbar. Ja, das stimmt wirklich. Egal was man macht, Konkurrenz ist natürlich immer da. Aber meine Kunden sagen mir sehr oft, dass ich die bessere Arbeit leiste. Dass man mit mir mehr als zufrieden ist. Klingt schon komisch, weil ich Texterin bin, aber die meisten Kunden loben den Stil von mir. Ich schreibe so, dass es jeder verstehen kann. Wenn Leser erst einen Duden brauchen, um einen Text zu verstehen, hat man darauf doch gar keine Lust mehr. Ich schreibe umgangssprachlich. Natürlich trotzdem immer höflich und sachlich, nicht zu hochgestochen. Vielleicht werde ich nie Journalistin für eine gut gehende Zeitung, obwohl das mein Traum wäre, aber ich liebe meinen Stil und alles andere passt nun einmal nicht zu mir.
  • ·         Man lernt ständig dazu. Ich bin jetzt seit 10 Jahren im Geschäft,  manchmal habe ich darüber nachgedacht, mir eine normal bezahlte Arbeitsstelle zu suchen, das gebe ich zu. Aber es ist so, dass ich es liebe, wenn ich über neue Dinge schreiben darf. Ich lerne noch viel dazu, nicht nur was es nicht alles auf dem deutschen Markt gibt. Ich lerne auch viel über das Internet selbst. Ich lerne sogar noch einiges beim Thema Schreiben. Man lernt im Grunde nie aus. Ich kann mittlerweile Bilder bearbeiten, ich kann Texte spinnen und vieles mehr. Als ich angefangen habe, hätte ich damit nie gerechnet. Ich bekomme mittlerweile Bücher von Bekannten oder auch Leute, die auf mich zukommen und werde um Rezensionen gebeten. Das ist eine schöne Sache. Und ich bin garantiert noch nicht am Ende, es gibt immer wieder Sachen, die mich faszinieren oder auf die ich hingewiesen werde. Ich liebe es!
  • ·         Nicht alle Aufträge müssen angenommen werden! Natürlich kann man es sich nicht unbedingt leisten, jeden Auftrag abzulehnen. Aber ganz ehrlich: Ich finde es gut, wenn mir ein Kunde nicht sympathisch ist, den Auftrag ablehnen zu können. Ich mache es nicht oft, aber wenn ich ein ungutes Gefühl habe oder ein Kunde über jeden Satz von mir schimpft, dann gebe ich ihm lieber sein Geld zurück und habe meine Ruhe. Das ist mir in 10 Jahren drei Mal passiert, damit kann man leben. Es ist aber eben gut, wenn man mal Nein sagen kann. In einem festen Job gäbe es das gar nicht.
  • ·         Abgabetermine lassen sich bei Selbstständigkeit meist selbst bestimmen. Wie oft höre ich von Freundinnen, wie oft sie Überstunden machen müssen, weil man wieder ein Auftrag nicht fertig ist. Ich nehme jeden Auftrag an, also fast jeden, wie der letzte Punkt beweist. Es liegt an mir, mit meinen Kunden auszuhandeln, wann die Texte fertig sind. Schön ist es, dass meine Stammkunden mir meist freie Hand lassen. Sie wissen einfach, dass ich mir Mühe gebe und schnell arbeite. 1-3 Tage müssen meine Kunden auf meine Arbeit warten. Wenn es natürlich ein Großauftrag ist, was auch vorkommt, kann sich das Ganze bis zu einem Monat ziehen. Hier sprechen wir dann ab, wie viele Texte am Tag übermittelt werden. Ich kann also sehen, anhand meiner schon vorhandenen Kunden, wann ich was liefern kann. So mache ich mir nicht  unbedingt mehr Stress, als ich schon habe. Ich nehme natürlich auch schon mal Kunden an, die es sehr eilig haben, aber das ist zum Glück nicht ganz so oft. Ich habe einen Stammkunden, der ruft mich an, wenn quasi Holland in Not ist. „Können Sie mal schnell“ oder „Ich schäme mich, aber ich brauche bis morgen“. Er weiß, dass ich dieses hier aufschreibe, ich habe vorab gefragt, ob ich das darf. Dieser Mann ist aber so charmant, dass ich nicht Nein sagen kann. Außerdem sind es dann nur kurze Texte, die auch recht schnell von der Hand gehen.

 

Fazit

So das waren die Vorteile. der Selbstständigkeit. Es tut mir leid, dass ich die Selbstständigkeit nicht ganz so Rosa malen kann, wie man es sich vielleicht wünscht. Selbstständig zu sein, bringt auch Nachteile mit sich. So ist es nun fast überall im Leben. Man muss für sich Vor- und Nachteile abwägen. Ich liebe meinen Job, gebe aber gerne zu, dass ich auch fest angestellt arbeiten würde, wenn ich einen solchen Job geboten bekommen würde. In meiner Branche ist dies leider kaum gegeben. Daher bleibe ich, so lange es geht, selbstständig.

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