eBook Vorstellung „Das Grauen des Missbrauchs“

Heute möchte ich gerne mein neues Buch vorstellen, welches sich bei Amazon schon sehr gut verkauft. Das wohl nicht ohne Grund, denn die Themen Missbrauch und Misshandlung werden in der Öffentlichkeit immer noch gemieden. Ich wurde Opfer von beidem und möchte nicht schweigen, sondern in meinem Buch „Das Grauen des Missbrauchs“ davon erzählen. Natürlich ist es kein typisches Buch, welches man mal eben nebenbei liest. Aber es ist spannend, interessant und wie mir viele Leser persönlich mitteilten, auch sehr bewegend. Ich freue mich natürlich hier auf meiner Seite von bloggen4you.de über neue Kommentare oder über den persönlichen Kontakt von Betroffenen. Das Buch bekommt ihr (meine Eigenwerbung) gleich hier auf Amazon:  Kerstins Link

 

 

Nur ein kleiner Auszug aus dem eBook „Das Grauen des Missbrauchs und seine Folgen“

das grauen des Missbrauchs von Kerstin Münchehofe auf bloggen4you.de

Das Leben einer normalen Familie mit Haus. Könnte man meinen. Von außen ein schönes Zechenhaus mit Garten. Im Garten viele Obstbäume, aber keine Kinder, die dort spielen dürfen. Die Familie von mir und meiner Schwester.

 Alles fing schön an und ist ein Grauen geblieben. Ich erinnere mich düster, teils aus eigener Erinnerung und teils aus Erzählungen meiner Schwester. Meine Mutter arbeitete in einer Krankenhaus Küche, ich war drei Jahre alt und ging in den Kindergarten des Krankenhauses. Früher gab es so etwas noch. Zwischendurch dürfte ich mit in die Küche und ich habe seit heute einen Geruch in der Nase, den ich nie wieder riechen konnte. Schon komisch, was man manchmal noch weiß. Iris war in einem Heim, das war sie oft und auch ich war als Baby irgendwann bei Pflegeeltern. Meine Mutter heiratete diesen Mann, Heinz hieß er, mir wird heute noch schlecht, wenn ich diesen Namen höre. Ebenso könnte ich noch heute davon laufen, wenn ich Männer mit Schnäuzer sehe. Dabei bin ich eine Frau über 40!

 Ich weise schon jetzt darauf hin, dass es immer nur Fetzen meiner Kindheit sind, die mir einfallen. Nicht jeden Tag war alles gleich, aber schöne Tage mit den sogenannten Eltern waren selten. Meine Schwester tingelte zwischen Heim und zu Hause und ich weiß bis heute nicht warum. Aber komischerweise, erinnere ich mich nicht an besondere Tage, als meine Schwester nicht bei uns war. Bestimmt hat dies einen Hintergrund, aber ich kenne ihn nicht. Alles war mir widerfahren ist und mir im Gedächtnis blieb, ist mit meiner Schwester verbunden. Komisch, aber so ist es. Ich weiß auch nicht, warum Iris ständig im Heim war. Aber es war immer das gleiche Heim und wenn sie wieder nach Hause durfte, wurde mir nur gesagt „Sie hat versprochen, wieder lieb zu sein“.

 Die erste Erinnerung geht zu einem Weihnachtsfest, was eigentlich schön sein sollte. Aber irgendwie ist nur noch hängen geblieben, dass Mutter einen teuren Ring bekam und sich nicht darüber freuen konnte. Iris bekam einen Kaufladen und ich ein Barbiehaus. Schöne Geschenke, keine Frage, aber immer spielt man nicht damit. Eines Tages saßen wir im Zimmer, als mein Stiefvater eintrat. „Ihr seid so undankbar, ihr spielt nicht mit dem Zeug und habt es auch nicht verdiente“. Gesagt, getan. Er trat kurzerhand den Kaufladen und das Barbiehaus kaputt. Während ich das schreibe, kommen mir die Tränen und zeigen, wie schwer diese Zeit war. Und jetzt finde ich vielleicht auch den Grund, warum mir nur Sachen in Erinnerung geblieben sind, wo Iris bei uns war. Sie war mir immer ein Trost. An diesem Tag habe ich geweint und sie hat mich getröstet.

 

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